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CAN O’RYAN RIALTO LIVING, FASSADE UND DACHÜBERHANG

Fr, 10/09/2015 - 18:26 | Bastidas Architecture | Blog

Sanierung von Can O’Ryan, Rialto Living, c/San Feliú 3, Palma de Mallorca, durch Estudio Bastidas Architecture.

Der aus dem XVIII Jahrhundert stammende, wunderschöne Dachüberhang der gotischen Fassade von Can O’Ryan wurde im Original erhalten. Die neugotische Jugendstilfassade aus dem XIX Jahrhundert in der Calle San Feliú in Palma und die Überreste, die man während der ersten Bauphase vorfand, umfassten Keramikelemente aus der islamischen Periode sowie Säulen aus dem Barock, von denen man glaubte, dass sie für immer der Vergangenheit angehören würden. Obwohl sich das Fachwerk kurz vor dem Einsturz befand und die Mehrzahl der Hallen völlig dem Ruin verfallen waren entpuppte sich Can O’Ryan als ein kleines Juwel unter einer Deckenvertäfelung an der der Zahn der Zeit traurige Spuren hinterlassen hatte. Während des Fortschreitens der Bauarbeiten und nachdem die Wand, die beide Räume unterteilt hatte, abgerissen war, entdeckte man den Säulengang, an dem sich die Besucher heute erfreuen können. Es gelang sogar, eine barocke Vorhalle freizulegen, die sich gleich im Eingangsbereich befindet, ein repräsentatives Detail von Häusern der Mallorquinischen Noblesse der damaligen Zeit. Zum Schluss wurden sämtliche architektonischen Originalelemente wie Türen, Böden, Glasfenster, Säulengänge, Wände, Gesimse und Glasfliesen katalogisiert und für die Nachwelt bewahrt.

CAN O’RYAN RIALTO LIVING, INTEGRATION UND ARCHITEKTUR

Di, 10/06/2015 - 18:21 | Bastidas Architecture | Blog

Sanierung durch Estudio Bastidas Architecture, Integration und Architektur, Can O’Ryan, Rialto Living, c/San Feliú 3, Palma de Mallorca

Bei Can O’Ryan hat man mit viel Gespür traditionelle architektonische Elemente mit Spitzentechnologie verbunden, wobei antike Holzarbeiten erhalten und wieder neu aufgearbeitet und dann mit modernsten Climalit-Fenstern versehen wurden, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Der Spiegelglasaufzug mit Panoramablick war eine Meisterleistung, was die Integrierung von modernem Design anbelangte, was dem Foyer mit seinen antiken Elementen jedoch niemals Konkurrenz machen sollte. Die Innenräume erhielten eine natürliche Beleuchtung indem man einst vorhandene Oberlichter wieder öffnete und zuvor errichtete Trennwände abriss, die den Räumen sehr viel Licht genommen hatte. Die Fassade aus Marès-Gestein erhielt erhielt eine neuen Beschichtung aus Kerakoll, einem modernen, umweltfreundlichen Belag, der den Stein atmen lässt und ihn dennoch isoliert und somit ein gesundes Wohnklima garantiert. Als letztes wurde die gesamte Elektronik installiert und geschickt hinter antiken Elementen versteckt.

Architektur, Textur, Klang

Fr, 08/14/2015 - 12:54 | Bastidas Architecture | Blog

Wie sich etwas anfühlt und wie es klingt ist eng miteinander verbunden, wenn man davon ausgeht, dass Materialien Klänge, Leere und Echo von sich geben. Doch erst wenn man ein Bauwerk in seiner Komplexität betrachtet wird man sich seiner lebendigen Akustik bewusst, etwas, worüber man sich zunächst bei der reinen Betrachtung noch nicht klar ist. Imaginäre Bilder wie Pentagramme, Strukturen und Zusammensetzungen, deren Klang man unter den Fußsolen wahrnimmt, Assoziationen, die auch auf die Oberfläche projiziert werden, in einer Anordnung, in der ein musikalischer Faden den Klang von Holz, Glasfenstern und Stahlbeton widergibt. Architektur als künstlerische Manifestation, wo Improvisation das Werk der Natur ist. Unkontrolliert an der Oberfläche und umso beunruhigender, da ohrenbetäubend.

Der Reiz des Lichts

Fr, 08/07/2015 - 12:05 | Bastidas Architecture | Blog

Jeder der Mallorca einmal besucht hat und von unserer Landschaft spricht, ist fasziniert von seinem Licht. Oftmals einem Konzept und einer Struktur unterworfen, ist es das Licht, das uns seit Jahrhunderten erlaubt, Architektur zu gestalten. Die Vielfalt des Lichts beeinflusst auch ein Design. Daher ist es überaus wichtig zu verstehen, wie sich Licht auf die Projektion auswirkt, da es einen ganz besonderen Reiz ausübt.

Auch wir bei Bastidas Architecture sind dem konstanten Spiel des Lichts unterworfen, dessen Wirkung einem Heim erst die Wärme verleiht. Seine Vielfalt und Intensität im Laufe eines Jahres muss bei Baubeginn sehr genau bedacht werden. Im Sommer ist es nicht die Dunkelheit, die man anstrebt, sondern eher wie man es, falls notwendig, durch raffinierte Filter abmildert. Ohne dabei zu vergessen, dass wir in der Architektur die Vorstellungskraft absichtlich verändern.

Architektur, ein "kunstvolles Spiel"

Di, 08/04/2015 - 13:56 | Bastidas Architecture | Blog

Le Corbusier definierte die Verbindung zwischen der Architektur und dem Licht als Spiel “Architektur ist das kunstvolle, korrekte und großartige Spiel der unter dem Licht versammelten Baukörper. Unsere Augen sind geschaffen, die Formen unter dem Licht zu sehen: Lichter und Schatten enthüllen die Formen”. Es ist das Licht, das dem Architekten gestattet, die Essenz eines Bauprojekts zu entzünden. Tatsächlich ist es die Symbiose zwischen Licht und Schatten.

Der Architekt bestand ebenfalls darauf, dass das eine ohne das andere nur schwer existieren könne, andernfalls löse sich das Bauwerk auf. Licht wird als wichtiges Kriterium verstanden, es wird zum Instrument mit welchem sich der architektonische Charakter radikal verändern lässt. Um Licht als solches zu verwenden erfordert es eine tiefe Kenntnis dieses Naturphänomens wenn man mit natürlichem Licht spielen will. Etwas, das nicht einmal Edison in der Vergangenheit erreicht hat.

Sanierung der Schule in Ameskar

Di, 03/17/2015 - 18:47 | Bastidas Architecture | Blog

Sanierung der Schule in Ameskar im marokkanischen Atlasgebirge

Während der vergangenen zwei Monate hat Bastidas Architecture große Anstrengungen unternommen, um Kunden und Mitarbeiter zu informieren und letztendlich zu mobilisieren, die notwendigen Spendengelder aufzubringen um das Sanierungsprojekt der Schule in Ameskar im Atlasgebirge in Marokko durchzuführen. Der Kostenvoranschlag ist festgelegt und Sergi Bastidas wird morgen nach Marokko aufbrechen. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Stadt um letzte Vorbereitungen treffen, wird Bastidas am kommenden Freitag mit den Bauarbeiten beginnen.

Ameskar ist ein kleines Dorf in der Atlas Region. Der augenblickliche Zustand der Schule macht eine zügige Durchführung der Sanierungsarbeiten sowie den Kauf von witterungsbeständigen Materialien erforderlich. Die Bauplanung und Materialwirtschaft wurden in den vergangenen Wochen durchgeführt. Genau jetzt ist die richtige Jahreszeit um mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Bastidas Architecture möchte nochmals all jenen danken, die dazu beigetragen haben, dass dieses marokkanische Projekt umgesetzt werden konnte um eine angenehme Lehrstätte und einen gesunden Platz für seine Bewohner zu schaffen.

MALLORCA, ARCHITEKTONISCHE QUALITÄT

Fr, 03/13/2015 - 11:35 | Bastidas Architecture | Blog

Es lohnt sich für die Verteidigung einer Region zu kämpfen die oftmals als anstößiger Anziehungspunkt Europas von zweifelhafter touristischer Qualität dargestellt wird. Und dabei beziehen wir uns nicht auf die unsere, sondern auf diejenigen, die uns besuchen. Wir glauben an eine Architektur, die die Kultur repräsentiert, mit der wir uns identifizieren, weil sie uns ausmacht.Mallorca ist Natur.

Mallorca ist Meer, Senke, Gesims, Kunst, Berge, grün, Tanz, Fledermaus, Wind, Kapitell, Chirimía (Holzblasinstrument ähnlich der Oboe), Feuchtigkeit, Sturzbach, Frito (typisch mallorquinisches Gericht), Innenhof, Garrigue, blau, Feigenbaum, Ballustrade, Passaglia, Küstengebiet, Mauereidechse, Kino, Pla (Landesinnere von Mallorca), Flaniermeile, Fels, Posidonia (Neptungras), Hafen, Romería (Wallfahrt), Mandelbaum, Palme, Kormoran, Edelreizger, Feuer, Pardela (Seevogel), Raiger (Region auf Mallorca), Schleuderer, Segel, Strandbude, arabisch, Bergkette, Tempel, Wasser, Tumbet (traditionelles mallorquinisches Gemüsegericht), Migjorn (Region auf Mallorca), gotisch, Rosettenfenster, Reisender, Liedtext, Mond, Llevant (Region auf Mallorca), Johannisbrotbaum, Schwein, Landgut, Stadtviertel, Luft, Dorf, Fahrrad. Unberührtes Symbol das uns nährt.    

MALLORCA, SYMBOLISCHE KOORDINATEN

Di, 03/10/2015 - 10:48 | Bastidas Architecture | Blog

Wir erneuern unsere symbolischen Koordinaten nach den Bedürfnissen. Die Insel wurde zum Ziel von Millionen von Touristen auf der Suche nach einem obligatorischen, weil gesunden Stück Mittelmeer, ein Anreiz für autochthone Verantwortung. Die Anregung ist jedoch eine eher symbolische Angelegenheit bei welcher die Architektur einschreitet mit ihrer Fähigkeit, Ideale von zweifelhafter Substanz einzureißen und solche zu bewahren, die eine Daseinsberechtigung haben.

Es ist nichts weiter als die Kraft des Steins, in ihrem Bestreben, Lebensgeschichten zu erhalten. Ein glückliches Stück Geschichte, wenn es die Baukompetenz uns erlaubt, an die Richtung zu erinnern, die geographische Wahrzeichen, ihre religiöse Geometrie, enthüllen. Mallorca, symbolische Koordinaten sind ein kleines Beispiel für die Kunst, Linie, Licht und Textur auf einem Plan zu verschmelzen, um damit eine architektonische Form zu erhalten und zu entwickeln, die es trotz der Grobheit des Handwerks selbst erlaubt, die Textur Mediterraner Kultur weiterhin zu spüren, eine Daseinsberechtigung mit Einschränkungen und immer in Blau- und Grüntönen widergegeben.

Landschaftsgestaltung, das Labyrinth

Fr, 03/06/2015 - 16:37 | Bastidas Architecture | Blog

Minotauros, der Sohn von Pasiphae und dem Kretischen Stier, wurde in ein Labyrinth verbannt, weil man sich seiner schämte. Das Labyrinth war so angelegt, dass das Tier, das einen menschlichen Körper und den Kopf eines Stieres besaß und Jünglinge und Jungfrauen fraß, nicht entkommen konnte. Die Mythologien sind auch ein Labyrinth, in das man zwar eintreten aber schwer wieder herausfinden kann. Ein Wirrwarr an Geschichten und ganz zu schweigen von vielen widersprüchlichen Geschichten. Die kulturelle Bedeutung des Labyrinths und seiner Symbolik ist umfangreich und besonders reichhaltig. Zu prähistorischen Zeiten zeichnete man ein Labyrinth auf den Boden, möglicherweise mit dem Ziel, den Geistern eine Falle zu stellen oder aber als Skizze für die Schrittabfolge ritueller Tänze.

Dieses Foto zeigt den Eingang eines Labyrinths, das als Gartenanlage für ein von Bastidas Architecture renoviertes Landgut erschaffen wurde. Das Labyrinth, das vor der Renovierung des Anwesens gestaltet wurde, wird auch mit der architektonischen Mythologie assoziiert, wonach Prüfungen auf dem Weg zu Gott zu überwinden waren oder – während der Renaissance – mit der humanistischen Lehre des Anthropozentrismus, wonach der Mensch das Zentrum des Labyrinths darstellt. Eine solche Symbolik konvergiert oft mit der Idee des Todes oder der Reinkarnation in Bezug auf den locus. Der Tod, verloren in seinem Inneren, die Reinkarnation auf Landkarten des Jenseits, die uns erlauben, ins Zentrum zu gelangen um danach zurückzukehren und widergeboren zu werden. Eine bemerkenswerte Arbeit der Landschaftsgestaltung, der Ausdruck von Chaos und Kosmos, zwischen Anfang und Ende.

DER SITZ VON ESTUDIO BASTIDAS ARCHITECTURE

Di, 03/03/2015 - 20:14 | Bastidas Architecture | Blog

Man sagt, dass Raum dafür da ist, Gedanken zu schaffen, was uns dazu anhält, dem Ort an dem wir arbeiten Aufmerksamkeit zu schenken. Die Großartigkeit steht jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Ausmaß des Raums den wir bewohnen. Wenn dem so wäre hätten nur wenige das Privileg, den reinen Akt des Schaffens voranzutreiben. Der Sitz von Estudio Bastidas Architecture befindet sich zwar in einer großzügigen ehemaligen Werkhalle, doch die Quadratmeterzahlt steht bei weitem nicht mit den Ideen in Zusammenhang, die hier entstehen. Der Grund warum die Wahl auf diese Werkhalle fiel, war, weil sie sich in Portixol befindet, am Meer, mit seinen kleinen Schiffchen, seinem quirligen Treiben und seinem ganz besonderen Flair.

Die großzügigen Räumlichkeiten erlaubten es, drei miteinander verbundene und doch je nach Zweck und Ambiente verschiedene Arbeitsräume zu schaffen, deren weiß gestrichene Wände nicht immer bis ganz zur Decke reichen. Der Zustand der Schmiede machte grundlegende Umbaumaßnahmen wie die strukturelle Bewehrung erforderlich sowie Fußböden aus poliertem Zement, da der ursprüngliche Boden nur aus Erde bestand. Die einzige Lichtquelle bestand zuvor aus ein paar kleinen, kaum zugänglichen Öffnungen, weshalb man auf den Lagerraum der sich im obersten Stock befand, verzichtete, um mehr Helligkeit zu schaffen. Es bot sich an, die Gänge in eine Terrasse umzubauen und so ein paar Quadratmeter, die nur schwer hätten genutzt werden können in einen hellen, luftigen Raum zu verändern, der zudem Raum für einen U-förmigen Pausenbereich mit zahlreichen, großen Fenstern bot.